Gebäudeversicherung Vergleich

Wohngebäudeversicherung

Wohngebäudeversicherung - Unterscheidung

Innerhalb der Gebäudeversicherung wird unterschieden zwischen reinen Wohngebäuden und Gebäuden mit einer anderweitigen Nutzung, z.B. gewerblichen, landwirtschaftlichen, öffentlichen oder anderen Zwecken.

Die Wohngebäudeversicherung wird abgeschlossen für reine Wohngebäude und Gebäude mit gemischter Nutzung, wobei das Gebäude überwiegend Wohnzwecken dienen muss. Bei gemischter, also teilgewerblicher Nutzung wird i.d.R. ein Beitragsaufschlag berechnet.

Auch die Art und Weise der Gebäudenutzung spielt eine wichtige Rolle bei den Gebäudeversicherungen. So wird zwischen ständig bewohnten und nicht ständig bewohnten Gebäuden (z.B. Ferienhaus) unterschieden. Weiterhin gibt es nicht genutzte Gebäude. Letztere sind besonders gefährdet und sind deshalb nur zu Sonderbedingungen/Einschränkungen versicherbar.

Gebäuderechner

Gebäudeversicherung Vergleich

 
Schritt 1 von 2: Allgemeine Angaben zu Ihrem Gebäude
 
Ist der Versicherungsnehmer Beamter oder im öffentl. Dienst nein  ja
Postleitzahl für das zu versichernde Gebäude
Bundesland, in dem sich das Gebäude befindet
Art
Gebäudebauart
Bauartklasse
harte Dachung weiche Dachung
Massiv (Mauerwerk, Beton) BAK 1 BAK 4
Stahl- oder Holzfachwerk mit Stein- oder Glasfüllung,
Stahl- oder Stahlbetonkonstruktionen mit Wandplattenverkleidung aus nicht brennbarem Material (kein Kunststoff
BAK 2 BAK 4
Holz, Holzfachwerk mit Lehmfüllung, Holzkonstruktionen jeglicher Art,
Stahl- oder Stahlbetonkonstruktionen mit Wandplattenverkleidung aus Holz oder Kunststoff
Gebäude mit einer oder mehreren offenen Seiten
BAK 3 BAK 5
Fertighaus in allen Teilen aus feuerbeständigen Bauteilen FHG 1 online nicht berechenbar
Fertighaus, Fundament massiv, tragende Konstruktion aus Stahl, Holz, Leichtbauteilen etc. mit feuerhemmenden Bauteilen bzw. nicht brennbaren Baustoffen verkleidet FHG 2 online nicht berechenbar
Fertighaus, Fundament massiv, tragende Konstruktion aus Stahl, Holz, Leichtbauteilen etc. ohne feuerhemmende Ummantelung FHG 3 online nicht berechenbar
Unterkellerung nein ja
Zu versichernde Risiken
Feuer:
Leitungswasser:
Sturm / Hagel:
Elementarschäden als Zusatzdeckung
Elementarschäden:
Elementarschaden vorhanden ja nein
letzter Elementarschaden vor wie vielen Jahren
 
Maximal gewünschte Selbstbeteiligung (ausser Elementar)?
Haben Sie Garagen außerhalb des Wohngebäudes?
Gewerbenutzung in %
Baujahr
 
Sanierung ja nein
entweder
Grundsanierung 1 (Voraussetzung: komplette Erneuerung von Dach, Wasserleitungsrohr und Heizungsrohre)
Hinweis:Jahresangabe für die Sanierung die, von den drei Vorgegebenen, als erstes durchgeführt wurde.
oder
Grundsanierung 2 (Voraussetzung: komplette Erneuerung von Dach, Wasserleitungsrohren, Heizungsrohren und Elektro(-Strom)leitungen)
Hinweis:Jahresangabe für die Sanierung die, von den vier Vorgegebenen, als erstes durchgeführt wurde.
 
Ist das zu versichernde Gebäude seit Erstbezug schadensfrei? ja nein
 
Berechnungsmethode
 
Wenn die Versicherungssumme korrekt ermittelt wurde, verzichtet der Gebäudeversicherer auf einen Abzug wegen Unterversicherung - auch wenn sich später herausstellen sollte, dass die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt wurde.
Als korrekte Ermittlung gelten die Wertermittlung des Neubauwertes duch einen Bausachverständigen. Sollten beide Werte nicht vorliegen, so wird dringend zur Berechnung der Versicherungssumme die Auswahl Wertermittlung empfohlen. Dort wird über die Wohnfläche sowie der Ausstattungsmerkmale Ihres Gebäudes automatisch der Wert 1914 ermittelt.

Wohngebäudeversicherung - versicherte Sachen

Versichert sind die im Versicherungsschein bezeichneten Gebäude (mit ihren Bestandteilen). Die versicherten Gebäude sind grundsätzlich einzeln aufzuführen (Einzeldeklaration).

Für jedes Gebäude wird eine eigene Position mit einer eigenen Versicherungssumme gebildet.

Im Schadenfall wird für jede Position geprüft ob eine Unterversicherung vorliegt. Das Gebäude ist nach § 94 BGB Grundstücksbestandteil. Daher erfolgt durch Angabe des Grundstücks die genaue Bezeichnung des Gebäudes. Liegt das Gebäude auf mehreren Grundstücken, so sind diese zu benennen. Der Grundsatz der Einzeldeklaration gilt ggf. auch für Nebengebäude (z.B. Garagen).

Es besteht kein Versicherungsschutz für Nebengebäude, die nicht im Versicherungsschein benannt sind. Um-, An- und Ausbauten sollten dem Versicherer angezeigt werden um dann ggf. eine neue Werteermittlung vorzunehmen. ( vdabbakw )

Zum Wohngebäude selbst, im Versicherungsschutz der Gebäudeversicherungen mit eingeschlossen, zählen auch Heizungsanlagen, sanitäre und elektrische Installationen, Fussbodenbeläge (fest verlegt) und eingebaute Schränke, Garagen und Nebengebäude gehören ebenfalls dazu. Antennen, Markisen und Blitzableiter sind auch versichert.


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Wohngebäudeversicherung - versicherte Risiken

Das Gebäude ist i.d.R. nach den Normaltarifen der Versicherer gegen Feuer-, Leitungswasser- und Sturm- sowie Hagelschäden versichert. Spezielle Makler-Deckungskonzepte ermöglichen Ihnen den Versicherungsschutz zu erweitern (z.B. Glasbruch, Elementarschäden und weitere).


Wohngebäudeversicherung - versichert sind Schäden durch

Feuer
Brand, Blitzschlag, Explosion, Absturz von Luftfahrzeugen sowie Folgeschäden durch Rauch, Ruß und Löschen. Außerdem Brandschäden, die an versicherten Sachen dadurch entstehen, dass sie einem Nutzfeuer oder der Wärme zur Bearbeitung oder zu sonstigen Zwecken ausgesetzt werden.

Leitungswasser
Schäden durch bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser, auch aus den mit dem Rohrsystem verbundenen Einrichtungen - z. B. Wasch- und Geschirrspülmaschinen - oder Schläuchen der Wasserversorgung; Schäden durch Überlaufen oder Wasserdampf. Bruch- und Frostschäden an Rohrleitungen innerhalb des Gebäude; auch Schäden an Zuleitungsrohren außerhalb des Gebäudes, aber dann innerhalb des Versicherungsgrundstücks. Frostschäden an Badeeinrichtungen, Waschbecken, WC-Spülung, Wasserhähnen und Wassermessern, an Heizkörpern, Heizkesseln, Boilern und Durchlauferhitzern.

Sturm und Hagel
Schäden, die der Sturm - mindestens Windstärke 8 - am Gebäude anrichtet. Schäden durch Bäume und sonstige Gegenstände, die der Sturm auf das versicherte Gebäude wirft. Schäden durch Hagel - ohne mitwirkenden Sturm -. Schäden, die eindringende Niederschläge anrichten, wenn der Sturm oder der Hagelschlag das Dach abgedeckt oder Fensterscheiben zerstört hat.


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Wohngebäudeversicherung - Wertermittlung -
gleitende Neuwertversicherung

Der Wertermittlung / Versicherungswert muss besondere Aufmerksamkeit bei den Gebäudeversicherungen entgegengebracht werden. Es ist im Interesse des Versichereres wie auch des Versicherungsnehmers, dass eine ausreichende / bzw. zutreffende Versicherungssumme zu Grunde gelegt wird. Eine Unterversicherung kann gerade bei der Gebäudeversicherung schlimme finanzielle Folgen haben.

Zu empfehlen ist immer die sogenannte "gleitende Neuwertversicherung".
Die Grundlage der gleitenden Neuwertversicherung ist der Versicherungswert von 1914. Hierunter versteht man den ortsüblichen Neubauwert des Gebäudes, bewertet nach Preisen des Jahres 1914. Die vereinbarte Versicherungssumme soll dem Versicherungswert 1914 entsprechen.
Der Versicherungswert errechnet sich auf der Grundlage der Neubaukosten, einschließlich der Baunebenkosten, des Gestehungsjahres multipliziert mit 100 und dividiert durch den sogenannten Baupreisindex. Für die Berechnung ist grundsätzlich der Baupreisindex zu wählen, der dem Gestehungsjahr des Gebäudes tatsächlich entspricht. Der Baupreisindex wird jährlich ermittelt und bekanntgegeben. Für das lfd. Jahr ist immer der Vorjahreswert des Monats Mai heranzuziehen.

Die jährlichen Änderungen der Versicherungssumme und auch der Versicherungsprämie der Gebäudeversicherungen vermeiden eine Unterversicherung des Gebäudes. Die Vereinbarung des gleitenden Neuwerts geht daher mit der Verzichtserklärung der Versicherungsgesellschaft auf den Unterversicherungseinwand einher. Somit ist im Schadensfall mit einem Schadenersatz in der vollen Höhe zu rechnen.


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Wohngebäudeversicherung - Baupreisindex

Der folgende Text wurde vom Statistischen Bundesamt, Wiesbaden, Pressestelle veröffentlicht.

- Anfang -

"Was beschreibt der Indikator?
Baupreisindizes spiegeln die Entwicklung der Preise für den Neubau und die Instandhaltung von Bauwerken wider. Es werden Preisindizes für folgende Bauwerksarten berechnet:
  • für den konventionellen Neubau im Hochbau (Wohngebäude, Bürogebäude und gewerbliche Betriebsgebäude),
  • für den Neubau von Einfamiliengebäuden in vorgefertigter Bauart (Fertighäuser),
  • für den Neubau im Tiefbau (Straßen, Brücken, Ortskanäle) und
  • für die Instandhaltung von Mehrfamiliengebäuden.

Wie wird der Indikator berechnet?

Da in der Regel, mit Ausnahme von Fertighäusern, sehr individuell gebaut wird, lassen sich die Preise von Bauwerken kaum direkt vergleichen. Um trotzdem aussagefähige Ergebnisse zu erhalten, werden für die Ermittlung von Baupreisindizes die Preise der Bauleistungen, die für die Errichtung der Bauwerke notwendig sind, über die Zeit beobachtet. Bauleistungen lassen sich einfacher vergleichen als ganze Bauwerke. So gehören beispielsweise zum Bereich "Mauerarbeiten" u.a. die Bauleistungen "Porenbetonmauerwerk", "Nichttragende Trennwand" oder "Mauerwerk aus klein- bzw. großformatigen Steinen".

Für diese ausgewählten Bauleistungen werden vierteljährlich, in den Monaten Februar, Mai, August und November, Preise erhoben. Befragt werden rund 5 000 repräsentativ ausgewählte Unternehmen des Baugewerbes, die den Statistischen Landesämtern die im Berichtsmonat vertraglich vereinbarten Preise für aktuell (Basisjahr 2000) 204 ausgewählte Bauleistungen melden. Diese Preise sind Marktpreise bei Auftragsvergabe (keine Angebotspreise) ohne Umsatzsteuer. Die Statistischen Landesämter berechnen aus den von den Unternehmen gemeldeten Preisen für die Bauleistungen die durchschnittliche Preisentwicklung für die jeweilige Erhebungsposition (Bauleistung) auf Landesebene (Landesmesszahlen) und leiten sie an das Statistische Bundesamt weiter. Hier wird für jede Erhebungsposition aus der Landesmesszahl - gewogen mit den baugewerblichen Umsätzen in den Ländern - die Bundesmesszahl berechnet. Aus den Bundesmesszahlen werden schließlich die Preisindizes für die einzelnen Bauwerksarten berechnet, indem aus den Messzahlen - mit dem jeweiligen Gewichtungsschema für die Bauwerksart - ein gewogener Mittelwert berechnet wird.

Die Gewichtungsschemata werden erstellt, indem aus Abrechnungsmaterialien für ausgewählte Baumaßnahmen einer Bauwerksart die dort aufgeführten Bauleistungen den Erhebungspositionen zugeordnet und für jede Erhebungsposition die zugehörigen Kosten auf die Gesamtkosten der Baumaßnahme bezogen werden.

Die Indizes werden nach dem Laspeyres-Konzept berechnet, das in der deutschen Preisstatistik generell angewendet wird. Kennzeichnend für diesen Indextyp ist, dass er lediglich die Preisentwicklungen im Zeitablauf festhält und den Effekt von Mengenveränderungen als Folge veränderter Strukturen im Baugeschehen ausschließt. Die Gewichtungsschemata für die Berechnung der Preisindizes werden in etwa 5-jährigen Abständen an diese sich ändernden Strukturen angepasst.

Die Baupreisindizes sollen - wie die übrigen Preisindizes der amtlichen Statistik - nur reine Preisveränderungen messen. Dies wird dadurch erreicht, dass alle für die Höhe des Preises maßgeblichen Faktoren (vor allem Mengeneinheit der Bauleistung sowie deren qualitative Beschaffenheit) konstant gehalten werden. Ändert sich eines dieser Merkmale, so kann die Differenz zwischen dem neuen und dem zuletzt gemeldeten Preis eine unechte Preisveränderung enthalten, die durch Qualitätsbereinigungsverfahren eliminiert wird.

Wann wird der Indikator veröffentlicht?

Die Baupreisindizes werden etwa fünf bis sechs Wochen nach Ende des Berichtsmonats mit einer Pressemitteilung veröffentlicht. Die Pressemitteilungen und der genaue Veröffentlichungskalender sind im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes abrufbar.


Wie genau ist der Indikator?

Die Auswahlgrundlage der Baupreisstatistik, also der Kreis der Berichtsstellen, bleibt im Gegensatz zu einer Stichprobenerhebung relativ unverändert. Bei einem Wechsel innerhalb der Auswahlgrundlage wird darauf geachtet, dass die neue Struktur der Berichtsstellen der Struktur der Grundgesamtheit entspricht, um die tatsächliche Preisentwicklung im Bauwesen widerzuspiegeln.

Weiterführende Informationen:

Baupreisstatistik-Auskunftsservice Telefon: 0611/75-2440

- Ende -

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Wohngebäudeversicherung - allgemeine Ausschlüsse

Ausgeschlossen sind bei den Gebäudeversicherungen Schäden, die durch Kriegsereignisse jeder Art entstehen. Weiterhin sind die Schäden durch innere Unruhen ebenso ausgeschlossen. Nicht versichert sind Schäden, die durch Erdbeben verursacht wurden. Schäden durch Kernenergie sind nicht Gegenstand des Versicherungsschutzes.

Wohngebäudeversicherung - Deckungserweiterungen

Deckungserweiterungen - Wohngebäudeversicherung /Auszug:

Mitversicherung von Wasserzuleitungs-, Ableitungs- und Heizungsrohre auch außerhalb des Hauses

Mitversicherung von Überspannungschäden Der unmittelbare/direkte Blitzschlag ist in der Wohngebäudeversicherung mit eingeschlossen. Überspannungsschäden, die entstehen, wenn der Blitz in der Nähe eingeschlagen hat, müssen aber extra eingeschlossen werden

Mitversicherung von Mietausfalldeckung für vermietete Wohnräume

Erhöhung der Entschädigungsgrenzen für Abbruch-, Aufräum-, Bewegungs- und Schutzkosten

Mitversicherung weiterer Elementargefahren wie Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch oder Erdsenkung, Lawinen oder Schneedruck

Diese Risiken und weitere können in der Wohngebäudeversicherung gegen Mehrprämie mitversichert werden. Die Versicherer bieten oftmals, den Einschluss dieser Risiken, innerhalb des Leistungspaketes der Gebäudeversicherung, ganz oder teilweise, automatisch an. Vergleichen lohnt also!

Darüber hinaus besteht häufig die Möglichkeit zur Vereinbarung einer Vorsorgeversicherungssumme, um eine Unterversicherung zu verhindern.



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Wohngebäudeversicherung - Leistungen im Schadenfall

Im Schadensfall erhalten Sie bei Wiederherstellung des Gebäudes den ortsüblichen Neubauwert einschließlich Architektengebühren sowie sonstiger Konstruktions- und Planungskosten. Im Reparaturschadensfall werden die angefallenen Aufwendungen übernommen.

VDABBAKW_183 08.12.2016-13:53:26